GF2006-09-26-16283502Wieder so eine Baustelle, die ich in spontanem Leichtsinn angefangen habe... Aber es war gar keine so schlechte Idee, denn urplötzlich hat man ja im November 2006 die Wohnmobile in eine neue KFZ-Klasse einsortiert. Und eine der Voraussetzungen für eine steuerliche Anerkennung als Wohnmobil ist u.a. eine Spüle und darüber eine Stehhöhe von mind. 1,70m. Also muss ich so was wohl oder übel im Wagen haben, ob ich es brauche oder nicht... Da aber ein Holzschrank relativ schwer sein kann und ich auch nicht zu viel Platz für solch eine Spüle verschwenden wollte hab ich mir für unter 40Euro solch einen rot-schwarzen Werkzeugschrank gekauft. Dazu ein paar Einzelteile wie Wasserkanister, Tauchpumpe und ein wenig Wasserleitungen und Zubehör für zusammen rund 120Euro und schon war wieder mal Basteln angesagt.

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Erstmal hab ich da oben ein Loch reingewürgt, die Spüle reingesteckt, die Schläuche angeschlossen und anschließend das ganze Projekt wieder beerdigt. Das war mir dann doch zu wackelig. Die Türen wären sicher während der Fahrt zig mal aufgesprungen und insgesamt wirkte das alles zu labil. Nachdem der schwarz/rote Schrank mit dem ausgesägten Loch oben dann ewig und 3 Tage auf der Terrasse rumstand und immer wieder mal bei Regen voll Wasser lief flog er dann irgendwann in Einzelteilen in den Müll. Schade eigentlich...

 

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Meine nächste und noch bessere Idee war dann, einen original Westfalia Küchenblock für den T3 zu kaufen. Bei ebay in der 300Euro Preisklasse. Ich hatte Glück und erwischte ein bestens erhaltenes Stück! Ich habe es persönlich in Dresden abgeholt. Derjenige hatte es einige Wochen vorher in Süd-Deutschland ersteigert. So ein Westfalia Küchenblock kommt mit allem drum und dran. Spüle, Gasherd, Kühlschrank, Schublade, Schrank... Eigentlich wunderbar, wenn da nicht das Problem wäre, dass es in Deutschland sehr strenge Vorschriften für den Gas-Anschluß gibt.

 

 

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Rechts im Bild ein sog. Gasflaschenbehälter. Der wird in den Fahrzeugboden gesteckt. Dazu schneidet man unten ein Loch in den Wagenboden und steckt dieses Plastikding da durch. Da rein kommt dann die Gasflasche. Das ganze wird oben mit dem Deckel zu gemacht und unten ist es zwangsbelüftet. Eigentlich eine tolle Idee, aber ich wollte dann doch kein Loch von der Größe ins Auto schneiden. Auf dem Bild der Westfalie-Küche kann man ganz unten rechts den Gas-Anschluss sehen. Der wird normalerweise auf einen Gastank aufgeschraubt, der unter dem Fahrzeugboden ist. So hatte man das damals im Westfalia Ausbau konzipiert. Aber ich hab ja bloß eine 5l Gasflasche, und die ist bei mir hinten links über dem Motorraum. Einfach einen Schlauch von der Flasche bis zum Küchenblock verlegen ist in Deutschland leider nicht erlaubt. Ein Unterbodentank kommt gar nicht in Frage, weil der preislich utopisch liegt. Dazu kommt die fällige GasDruckPrüfung, und die ist auch nicht billig. Nun gibt es diverse Bastellösungen, bei denen die Gasflasche unterhalb der Spüle steht. Funktioniert wunderbar, ist aber natürlich in Deutschland verboten. Die Gasflasche muss ja grundsätzlich in einem, zum Innenraum gasdichten, nach unten hin belüfteten Behälter untergebracht sein. Das war mir dann auch wieder alles zuviel Bastelei. Nachdem dieser Küchenblock also einige Monate in meinem Flur zwischengelagert war hab ich ihn dann, auch auf Drängen meiner Frau, wieder bei ebay verkauft. Schade... War alles so schön bei diesem Küchenblock, aber der Anschluß von Gas und Wasser ist nachträglich zu aufwändig.

Nun kam also Plan C. Ganz was anderes...

Zum Nachweis gegenüber dem Finanzamt reicht auch ein sog. Gaskartuschenkocher. Also ein standalone Gerät, in das Kartuschen mit Gas gesteckt werden. Preisklasse irgendwo unter 20Euro, schon mit Kartuschen.

Bleibt noch das Problem mit der Spüle. Da hab ich mir dann eine 120*80cm Tischplatte gekauft und mir diese auf etwa 95*65cm zurecht gesägt. (Mittlerweile hab ich aber gemerkt, dass 95*60cm besser gewesen wären, denn wenn ich nun vom Fahrersitz aus nach hinten greife stoße ich mir den Oberarm an der Kante der Holzplatte...)
Ein Loch für die Spüle oben rein und das ganze auf einem Schrank befestigt, den ich ohnehin noch hinter dem Fahrersitz am Boden festgeschraubt habe. Damit habe ich gleichzeitig einen Tisch und eine Spüle. Benutzen werde ich das zwar kaum, da ich eine tolle Camping-Küche mit Alurohren zum Zusammenstecken habe, aber das Finanzamt liebt es kompliziert.

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Zusätzlich hab ich rechts, also an der Wand hinter dem Fahrersitz, einen haushaltsüblichen Serienschalter eingebaut. Das ist so ein Doppel-Lichtschalter für 2 Lampen. An der linken, schwarzen Seite und oberhalb der Schranktür habe ich aus dem Fahrzeug Innenraum Tuning 2 kleine Leuchtstoffröhren angeklebt. Die schalte ich nun mit dem Lichtschalter ein. Leuchtet unterhalb der Holzplatte und damit auch unterhalb der Fenster nach außen. Ist ideal, wenn man nachts mal während der Fahrt nach hinten geht um was zu suchen oder zu erledigen. Nicht zu hell. Der 2. Teil des Schalters ist reserviert für eine Beleuchtung der Spüle. Irgendwann mal...

 

Eine Spüle mit Schrank zusammenbauen