Türverkleidung vom T3 abbauenBis hier hin hatte ich noch die wenigsten Probleme. Ich schraub also erstmal alles ab, was mit der Tür direkt verschraubt ist. Also Kurbel vom Fensterheber, Türgriffschale und den dicken Griff zum Wegwerfen. Jetzt kann man die Türverkleidungspappe vorsichtig abziehen. Die ist mit Plastik-Nippeln in das Metall der Tür gesteckt. Üblicherweise brechen 1-2 Nippel ab oder bleiben im Metall stecken. Sowas nennt man in Fachkreisen Kollataralschaden. Wenn der Wagen ein Gebrauchtwagen ist, und der Vorbesitzer so ein Typ war, der Schrauben mit dem Buttermesser geöffnet hat, dann hat er sicher auch den Lautsprecher mit viel Lötzinn an seine Anschlusskabel geklebt weil ihm nie der Gedanke gekommen war, man müsse da in späteren Jahren noch mal ran. Ich hatte Glück, und ich konnte die gesteckten Kabel vom Lautsprecher abziehen.

Stellmotor und LochblechGut, nun ist die Verkleidung ab und wir sehen “Blech von hinten”. Jetzt sehen wir auch, dass VW so nett war und 2 Löcher im Blech, nahe dem Schloß, vorbereitet hat, die fast so weit auseinander liegen, wie die beiden Löcher in den Stellmotoren. Aber leider nur fast. Deswegen sind diese tollen Lochstreifen dabei. Langlöcher haben den Vorteil, dass man mit gewaltigen Toleranzen verschrauben kann. Ideal also für uns Grobmotoriker. Also schrauben wir einen der Stellmotoren mit den 5 Kabeln (nicht mit den 2 Kabeln!) an so ein Lochblech. Das mit den 5 und 2 Kabel hat seinen Sinn darin, dass die zusätzlichen 3 Kabel an einen internen Schalter angeschlossen sind. Damit kann man dem Steuergerät, das zum Schluss angesteckt wird, einen Zustand übermitteln. Schließe ich also ganz althergebracht mit einem Schlüssel per Hand z.B. die Beifahrertür auf, merkt das das Steuergerät anhand dieses Schalters und jagt einen Impuls zu allen anderen Stellmotoren damit diese ebenfalls öffnen. Kleinhirn an Großhirn... Die Stellmotoren mit den 2 Kabeln sind nur doofe Sklaven, die nur “ziehen und drücken” können, und das ohne Rückmeldung. Also eignen sich die beiden Stellmotoren mit den jeweils 5 Kabel ideal für Fahrer- und Beifahrertür, ein “Sklave” mit 2 Kabeln ist ideal für die Schiebetür.Falsch SO geht das nicht 
So, mit abgeschaltetem Großhirn hab ich dann ein bischen Lochblech gebogen, hab mich gefreut, dass VW auch so nett war ein bisschen Styropor von innen gegen das Aussenblech der Tür zu kleben, so dass ich den Stellmotor dagegen drücken konnte, damit dieser nicht hin und her schlackert. Toll, VW. Danke. Das war mit den kleinen Schrauben, die ich neulich bei ALDI-Nord im Sonderangebot zusammen mit vielen Unterlegscheiben und Muttern (aus vermutlich rostendem Blech...) gekauft hatte, schnell zusammen geschraubt. Da hab ich mich aber gefreut, dass das so einfach war. Auch das Problem mit dieser doofen Stange zum Türöffner, die da so quer im Weg liegt war ja eigentlich ganz elegant von mir umgangen worden... Die Freude war leider nur von kurzer Dauer, denn zum Glück hatte ich zum Schluss die abgeschraubte Fensterkurbel mal testweise aufgesteckt um das Fenster herunter zu kurbeln. Ja, und jetzt wußte ich auch, warum VW da so ein Styropor hin geklebt hatte. Nämlich als Führung für die Scheibe, damit DIE nicht schlackert. Und da wo die Scheibe runter wollte, da war nun mein Stellmotor. Toll... Alles wieder raus geschraubt und auf morgen vertagt. Nach einem solchen Problem hat es sich bei mir als sehr nützlich erwiesen erstmal in Ruhe ‘drüber zu schlafen. Sonst kommen Wut- und Schweißausbrüche... Mit den Jahren lernt man, dass man sich erstmal hinlegt und morgen weitermacht.

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Buerotyp
ZV Einbau in die vorderen VW T3 Türen