Bulli2006-09-30-12044202Hier am Anfang gleich wieder das Endergebnis. Wichtiger Unterschied ist hier, dass der Stellmotor mit etwas Abstand auf das Lochblech geschraubt wurde. Als “Abstandshalter” habe ich größere Unterlegscheiben und oben und unten je eine dickere Mutter benutzt. Warum? Weil die Kabel, die aus dem Stellmotor kommen sonst der Zugstange, die vom Türöffnungshebel mitten in der Tür kommt, im Weg sind. Man muss hier aber wieder aufpassen, dass man nicht zu weit nach hinten in Richtung Scheibe kommt. Oben in der Mitte kann man schon drohend die Scheibe erahnen, die nur darauf wartet mit dem Stellmotor zusammen zu stoßen. Also: Fummeln bis es passt. Auf der linken Seite, also der Fahrerseite, gibt es noch eine wichtige Besonderheit! Wenn die Tür auf ist, dann kann man den Pin nicht ‘runter drücken. Damit soll verhindert werden, dass du die Tür aus Versehen zu machst und der Schlüssel noch innen steckt. Also haben sich die Konstrukteure vergangener Generationen gedacht, es wäre besser die Tür so zu bauen, dass der Pin nur runter geht, wenn man von außen mit dem Schlüssel zuschließt. Nun kommt das unseren mechanischen Funktionstests, mit 100mal rauf und runter bis es passt, nicht unbedingt entgegen. Also Bulli2006-09-30-11530803muss man der Tür praktisch vorgaukeln, sie sei geschlossen. Dazu drückt man z.B. mit einem Schraubenzieher den Türverchluß ins Schloß, bis er einrastet. Das sollten wir auch hinterher im Kopf behalten und nach erfolgter Verkabelung nicht bei offener Fahrertür den Knopf zum Schließen drücken!

Bulli2006-09-30-121820Was will uns dieses Bild links sagen... Was sehen wir überhaupt? Nun, ich hab den Deckel der die Tacho-Einheit vor dem Staub schützen soll (der dann doch darunter liegt) hinten an der Scheibe mit einem Ruck abgezogen. Danach hab ich die 4 Schrauben gelöst, von denen du noch diese rechteckigen, hellen Blechmuttern aufs Plastik gesteckt siehst. Dann muss man den links oben sichtbaren, hellen Kunststoff der Tachowellenbefestigung am Tacho ab-clipsen und zum Schluss den breiten Stecker mit den vielen Anschlusskabeln von der nun freien Instrumenteneinheit abziehen. Auch alle Schalter muss man natürlich von der Frontplatte ab-clipsen. Als Endergebnis sehen wir dann von oben auf den Behälter für die Bremsflüssigkeit. Wenn man seinen Wagen noch nicht lange hat freut man sich über diese unerwartete Entdeckung, die man eigentlich eher unter der Motorhaube vermuten würde... Aber wir haben hier vorne ja keine Motorhaube... Das leicht angerostete Teil darunter ist der Hauptbremszylinder. Von so was lässt Bulli2006-09-30-122242man als Normalsterblicher grundsätzlich seine Finger, denn sonst wird man ggf. zum Schnellsterblichen. Manche Dinge sollte man lieber Profis überlassen, die davon wirklich Ahnung haben! Im linken, vorderen Bereich blicken wir auf einen Kabelstrang und darunter auf die sog. Zentral- Elektrik. (Elektronik würde ich persönlich so was nicht nennen. Das ist noch solide Elektrik) Da müssen wir auch noch ran, aber erstmal bauen wir das Radio aus um mit der Hand da in dem Hohlraum nach den Kabeln zu suchen, die ja bislang noch rechts hinter dem Handschuhkasten rumhängen. Wo wir nun schon soviel Mut gefasst haben die Innereien zu Erkunden schrauben wir das Lenkrad auch gleich noch mit ab um da überall mal sauber zu machen. Außerdem haben wir so mehr Platz um uns da ‘rüber zu beugen. Jetzt genießen wir einen Moment dieses so schnell erzeugte Chaos:

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Also... Wir bahnen uns den Weg mit unseren Kabeln vom äußersten Ende der rechten Tür bis zum Stellmotor am äußersten linken Ende der Fahrertür, einmal quer durch den Wagen. Der T3 ist ja ein klein bisschen breiter als andere Autos, und so war ich geschockt, dass praktisch nur noch 2 cm Kabel übrig waren, als ich die beiden Stellmotoren miteinander verbunden hatte. Jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsteil: Dem elektrischen Anschluss.

So sah bei mir das Kabelende aus, mit dem Anschlussstecker für das Steuergerät. Das aufgerollte pinkfarbene Kabel dient zum Anschluß eines Krachmachers, damit man auch “Piep piep” hört wenn der Wagen abgeschlossen wird. Aber das brauch ich nicht.

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Und hier liegt das Steuergerät mit der kabelartigen kurzen Antenne, provisorisch zum Test angeschlossen, auf dem Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters.

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Hier wird’s jetzt nochmal richtig interessant, denn nicht jeder kann Stromlaufpläne lesen und die entsprechenden Anschlusskabel herausfinden. Irgendwo “Dauerplus 12V” und den “Massestern” links hinter dem Sicherungskasten zu finden trau ich noch jedem zu. Es geht hier im Besonderen um die beiden anderen, pinkfarbenen Kabel, die je eine dicke Diode unter Schrumpfschlauch versteckt haben. Die sind dazu gedacht, die Blinker anzuschließen, damit der Wagen 3Mal beim Aufschließen und 1Mal beim Abschließen blinkt. Man findet diese Blinker-Kabel am Gelben Stecker Nr. 3 und dort sind es das schwarz/grüne und das schwarz/weisse Kabel. Da clipst man,z.B. mit einer Rohrzange, diese mitgelieferten blauen Abzweig-Verbinder auf. So, jetzt kommt der Moment, wo die Kuh das Wasser läßt. Alles ist angeschlossen, alles hat Strom, die linke Tür ist zu oder mit dem Schraubenzieher auf “zu” gestellt. Jetzt darf man zum ersten Mal das Knöpfchen drücken und es macht rechts und links deutlich “Plopp”. Je nach Grad der Begeisterung probiert man das nun 50 Mal aus und hofft, das irgendein Nachbar vorbei kommt dem man das mal vorführen kann und sagt sich: Wie schön! Kilindo...

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Alles was jetzt noch kommt ist Dekoration. Man verpackt das alles wieder, so dass es schön aussieht. Zwischendurch hat man überall mal ein bisschen sauber gemacht, denn da lag nach den vielen Jahren ziemlich viel Schmutz. Instrumenten-Einheit wieder einsetzen ohne noch mehr Plastik-Ösen abzubrechen, Tacho wieder aufstöpseln und wenn man dann auch noch das Lenkrad wieder richtig und fest anschraubt, dann ist man für’s Erste fertig. Fahrer- und Beifahrertür sind mit einer Universal-Zentralverriegelung der 25Euro Preisklasse nachgerüstet worden und jetzt ist man(n) richtig Stolz, dass das alles so gut funktioniert hat.

Sehr, sehr gut!!! Jetzt benutzen wir das alles 3-4 Tage und stellen schnell fest: Also, wenn die Schiebetür jetzt auch noch mit auf- und zu geschlossen würde... Wäre ja doch schon eine feine Sache... Klick also mal wieder auf den wartenden Typ, oder oben im Menü für die nächste Seite!

Buerotyp06
ZV Einbau in die Fahrertür des VW T3